Seit 2007 steht Assassin’s Creed für historische Welten, geheime Bruderschaften und die Freiheit, durch die Jahrhunderte zu springen. Was einst als lineares Action-Adventure begann, hat sich in den letzten Jahren zu einer offenen RPG-Erfahrung entwickelt – und dabei immer wieder neu erfunden.
Laut Alex Hutchinson, dem Creative Director von Assassin’s Creed 3, ist genau das der Grund, warum die Reihe theoretisch niemals enden muss.
„Assassin’s Creed ist eine Marke für die Ewigkeit“
In einem Gespräch mit FRVR erklärte Hutchinson, dass Assassin’s Creed zu den wenigen Marken gehöre, die er als „Forever Brands“ bezeichnen würde – also als Franchises, die auf unbestimmte Zeit weiterbestehen können.
„Jedes Spiel hat seinen eigenen Protagonisten, seine eigene Zeit und Geschichte. Das bedeutet, dass Ubisoft im Grunde keine Einschränkungen hat. Assassin’s Creed kann ewig weitergehen.“
– Alex Hutchinson, Creative Director von Assassin’s Creed 3
Durch diese Struktur – neue Charaktere, Orte und Zeitlinien – bleibe die Serie ständig wandelbar. Während andere Reihen irgendwann stagnieren, könne Assassin’s Creed immer wieder neu erfunden werden.
Ubisoft und die Freiheit zur Veränderung
Hutchinson lobte außerdem die Risikobereitschaft von Ubisoft. Besonders die Entscheidung, die Serie ab Assassin’s Creed Origins in ein Rollenspiel-Format zu verwandeln, sei ein mutiger, aber notwendiger Schritt gewesen.
„Nur wenige Franchises schaffen es, das Genre mitten im Zyklus zu wechseln. Ubisoft hat das möglich gemacht, weil das Studio kreative Freiheit zulässt.“
Tatsächlich hat sich Assassin’s Creed in den letzten Jahren stärker verändert als fast jede andere AAA-Serie:
- Von der linearen Formel der Ezio-Ära
- Über das Open-World-Konzept von Black Flag
- Bis hin zu den RPG-Epen Origins, Odyssey und Valhalla
Diese Vielfalt hat die Reihe zwar polarisiert, aber auch relevanter denn je gemacht.
Wandel als Stärke – von Mirage bis Red
Mit Assassin’s Creed Mirage kehrte Ubisoft 2023 zu den Wurzeln der Serie zurück – mit kompakterem Gameplay und weniger RPG-Elementen. Im Kontrast dazu steht das kommende Assassin’s Creed Red, das die Reihe erstmals nach Japan führt und wieder neue Mechaniken einführt.
Dieser Spagat zwischen Tradition und Innovation ist laut Hutchinson der Schlüssel zum langfristigen Erfolg.
Ubisoft plane, die Marke weiter auszubauen – mit einem Horrorspiel, einem Multiplayer-Titel und mehreren Remakes älterer Ableger. Damit will das Unternehmen nicht nur Nostalgie bedienen, sondern auch neue Spieler gewinnen.
Warum Assassin’s Creed eine Ausnahmeserie ist
Kaum eine Spielereihe hat so viele unterschiedliche Welten und Kulturen glaubwürdig dargestellt – vom antiken Griechenland über das viktorianische London bis hin zu Bagdad im 9. Jahrhundert.
Assassin’s Creed ist kein festes Setting, sondern ein Konzept, das immer wieder neu interpretiert werden kann. Genau das macht laut Hutchinson den „Forever Brand“-Gedanken aus.
Auch wirtschaftlich spricht alles für eine lange Zukunft: Die Serie zählt über 200 Millionen verkaufte Einheiten und gehört zu den erfolgreichsten Franchises der Welt.
Alex Hutchinsons Einschätzung bringt es auf den Punkt: Assassin’s Creed lebt von seiner Wandlungsfähigkeit. Solange Ubisoft bereit ist, mit neuen Ideen und Formaten zu experimentieren, wird die Reihe bestehen bleiben – vielleicht tatsächlich „für immer“.
Ob als klassisches Schleichspiel, episches Rollenspiel oder düsteres Horror-Abenteuer – die DNA der Bruderschaft bleibt dieselbe: Freiheit, Geschichte und Identität.
Quelle:https://frvr.com/blog/news/former-assassins-creed-director-says-the-series-is-now-a-forever-brand-but-thats-because-ubisoft-is-one-of-the-few-aaa-that-values-risk/

